Was kostet eine Katze? Eine ÜBersicht von der ANschaffung über die Grundausstattung bis zu den laufenden Kosten und den Kosten im Alter.

Was Katzen kosten: Von Anschaffung bis laufende Kosten

Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine Katze zuzulegen, den interessieren natürlich auch die Kosten. Bekommst du sie nicht geschenkt, dann kostet die Anschaffung natürlich bereits Geld. Hinzu kommen die monatlichen und jährlichen Kosten. Ein Überblick.

Die Kosten für eine Katze solltest du schon kennen, bevor du dich für ein Leben mit einer Katze entscheidest. Zumal die Katzen logischerweise auch mal älter werden und dann krank sein könnten, was zum Teil erhebliche Kosten verursachen kann. Gleiches gilt für Verletzungen, vor denen die Stubentiger nicht gefeit sind. Auch und gerade, wenn es sich um Freigänger handelt.

Doch die Kosten beginnen bereits beim Kauf.

Was kostet eine Rassekatze?

Die Preise für Rassekatzen fangen etwa bei 600 Euro an. Die Preise können aber auch doppelt so hoch und höher sein, abhängig von der Rasse, etwas aber auch von der Mode der jeweiligen Züchtung und von der Häufigkeit der Züchter. Solche Preise für eine Rassekatze sind auch oftmals gerechtfertigt, denn der seriöse Züchter hat nicht nur Arbeit mit den Kleinen und den Elterntieren, sondern auch Kosten, die nicht unerheblich sind.

Beispiele sind die beliebte British Shorthair, auch British Kurzhaar oder BKH genannt, deren Kittenpreis bei 600 bis 800 Euro liegt. Die großen Main Coone und Ragdoll liegen meist bei 800 bis 1.500 Euro für eine kleine Samtpfote.

Die aktuell teuerste Rassekatze ist die Ashera. 15.000 – 50.000 Euro soll die sehr seltene Rasse, die mit der Savannah verwandt ist, kosten. Wie die Savannah ist auch die Ashera ein riesiges Tier, das mit seinen 14 Kilogramm Gewicht, seinem Markierverhalten und einem Wesen, das sich nicht so Recht beeinflussen lässt, weniger was für die Wohnungshaltung. Unter Reichen sei sie als Luxus-Accessoire sehr beliebt.

Mehr über den Kauf einer Rassekatze beziehungsweise ein Kitten vom Züchter und auf was du dabei achten solltest.

Katze aus dem Tierheim nicht kostenlos

Was kostet eine Katze Katze aus dem Tierheim
Was kostet eine Katze Katze aus dem Tierheim? Foto: Pixabay.com/Mimzy

Katzen aus dem Tierheim oder von einem Tierschutzbund sind eine gute Alternative zur Züchterkatze, zumal es auch hier durchaus Rassekatzen zum Vermitteln gibt. Tierheime haben immer klamme Kassen und nicht nur deshalb werden etwa 100 Euro – individuell unterschiedlich – Vermittlungsgebühr für die Katze aus dem Tierheim berechnet. Sicher hat solch eine Gebühr auch eine abschreckende Wirkung auf all jene, die sich das Ganze noch nicht so wirklich überlegt haben.

Die Anfangskosten beim Tierarzt

Eine Impfung beziehungsweise Grundimmunisierung ist in jedem Fall ratsam. Diese wird mit den sogenannten Core-Medikamenten, den Kern-Medikamenten gegen die gängigsten Katzenkrankheiten Katzenschnupfen und Katzenseuche durchgeführt. Manche Züchter bieten diese bereits inklusive an. Warst du schonmal in einem südlichen Land unterwegs und hast erbärmlich aussehende Katzen gesehen? Das sind diese weltweit vorkommenden Krankheiten.

Daneben gibt es die Non-Core-Medikamente zum Impfen. Dies sind Wahl-Impfungen, die beispielsweise für Freigänger teilweise empfohlen sind.

Gut zu wissen: Gegen Tollwut impfen ist eine Non-Core-Impfung. Allerdings verlangen Tierpensionen diese genauso wie manche Länder, sofern du sie mit deiner Katze bereist.

Für die anfängliche und jährliche Auffrischungsimpfung (nicht bei allen Medikamenten nötig) kannst du etwa 100 Euro rechnen. Persönliche Erfahrung: Kostenmäßig herrscht ein deutliches Stadt-Landgefälle.

Nochmals etwa 100 Euro kommen für die Kastration (mit etwa 6 – 8 Monaten) und etwa 50 Euro für das Injizieren eines Transponders, landläufig Chip genannt. Letzteres geschieht unkompliziert mit einer Spritze und ist sehr ratsam, da so dein Tier eindeutig durch ein Lesegerät identifiziert werden kann. Das hilft bei der Suche und Zuordnung einer verschwundenen Katze über das Tierregister Tasso. Tasso konnte alleine 2020 über 90.000 entlaufene Katzen wieder zu ihren Besitzern vermitteln.

Chipflicht

Für viele Länder gilt bei Einreise, neben dem Mitführen eines EU-Heimtierausweis, der die Impfdaten enthält, eine Chippflicht. Auch für Kölner Katzen ist der Chip, neben der Kastration, Pflicht. Weitere Städte oder Landkreise werden da sicher folgen.

Die Kosten für die Grundausstattung

Katzen Kosten Grundausstattung
Was kostet die Grundausstattung für eine Katze? Foto: Pixabay.com/photosforyou

Es braucht nicht viel, was anfangs beim Einzug einer Katze nötig ist. Da sind ein paar Futternäpfe – am besten aus glasierter Keramik – für den täglichen Wechsel, ein paar Wassernäpfe oder, besser, ein Wasser- oder Trinkbrunnen, der zum Trinken animiert. Dazu natürlich ein Katzenklo, am besten mit Deckel sowie einen Sack Streu. Hier ist definitiv das sparsame und geruchsbindende Klumpstreu zu empfehlen. Dazu noch etwas Spielzeug und das Kätzchen kann einziehen.

Und dann heißt es noch Kratzmöbel wie Kratzbaum, Kratzbretter und Schlafkörbchen sowie Transportbox kaufen.

Unter dem Strich bist du bei etwa 150 – 300 Euro Kosten für die Grundausstattung eines Stubentigers. Die Höhe ist letztlich von der Menge der Schlafkörbe und des Preises für den Kratzbaum abhängig.

Alle Informationen zum Einzug und wie der Start am besten klappt in meinen Praxistipps.

Die laufenden Kosten für eine Katze

Monatlich kannst du für Futter und gerne in Maßen geschätzte Leckerlis 30 – 50 Euro pro Katze an Kosten rechnen. Doch da gibt es deutliche Unterschiede. So kannst du laut Stiftung Warentest 25 Cent pro Tagesration Nassfutter oder 3,57 Euro ausgeben. Preis- und markenunabhängig ist das Futter nicht immer die beste Wahl, weil die Nährstoffzusammensetzung nicht stimmt. Das ergab eine Überprüfung von Stiftung Warentest. (Im Link sind die Guten aufgelistet.)

Je nach Streusorte zahlst du hier monatlich 20 Euro.

Zudem zahlst du etwa 100 Euro für den jährlichen Check beim Tierarzt mit den nötigen Impfungen. Und diese sind sowohl wichtig als auch zu deiner und der Katze Sicherheit.

Versicherung für die Katze bei Tierarztkosten?

Katze Kosten Tierarzt und OP
Katze und Tierarzt: Die Kosten der Tierarztrechnung, erst recht bei OPs, können immens sein. Foto: Pixabay.com/mirkosajkov

Es gibt einige Versicherer, die eine Tierkrankenversicherung für Katzen anbieten. So kannst du dich beispielsweise für etwa 15 Euro im Monat (abhängig von Alter bei Versicherungsbeginn und Rasse) dahingehend absichern, dass du 2.000 Euro an Arztkosten ersetzt bekommst. Meistens werden 80 Prozent des Rechnungspreis erstattet. OP, die meist nicht inbegriffen sind, kannst du für entsprechenden Aufpreis auch versichern.

Letztlich können Tierarztkosten ganz schön ins Geld gehen.

  • Beispiel: Eine Fraktur des Beines einer Katze kann bis zu etwa 1.000 Euro für den OP kosten.
  • Auch und gerade, wenn unsere Stubentiger älter werden steigen die Tierarztkosten.
  • So ist es beispielsweise ab acht Jahren empfehlenswert, ein Blutbild alle ein, wenn unauffällig alle zwei Jahre zu erstellen. Mit ein Hauptgrund: Katzen können im Alter an der Niere erkranken. Kosten Blutbild: 100 Euro (abhängig von den genommenen Werten). Die Nierenmedikamente kosten auch wieder einiges.
  • Auch nicht selten: Herzprobleme im Alter. Diese kommen nicht selten im Zuge der Nierenprobleme. Sie sind gut mit Tabletten behandelbar, aber auch das erzeugt Kosten von ca. 30 Euro im Monat für die Tabletten (je nach Größe der Katze).
  • Beispiel unser Shally: Er lebte ab dem 10. Lebensjahr und für fast 5 Jahre mit Nierenproblemen wirklich gut. Die letzten zwei Jahre kam ein Herzproblem als Folgeerkrankung hinzu.

Fazit: Katzen kosten etwas, allerdings weniger als Hunde. Dafür geben sie uns als geliebtes Familienmitglied sehr viel zurück.

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